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Infos zu Peter Rosegger für Volksschulen

LEBEN UND WIRKEN PETER ROSEGGERS

Kluppeneggerhof am Alpl © Volkskultur Steiermark/Franke Illustrationen
Kluppeneggerhof am Alpl
© Volkskultur Steiermark/Franke Illustrationen

Am 31. Juli 1843 wurde Peter Rosegger auf einem Bergbauernhof in Alpl bei Krieglach geboren. Er selbst hat dieser Gegend später den Namen "Waldheimat" gegeben. Sein Geburtshaus trägt noch heute den Namen „Kluppeneggerhof". Peter war das älteste Kind von Maria und Lorenz Roßegger1 und hatte sechs Geschwister. In seiner Kindheit gab es noch keine Schule in seiner Heimat. So bekam er den ersten Unterricht von dem ehemaligen Schulmeister und Mesner Michael Patterer. Der Wanderlehrer wohnte jeweils eine Zeitlang auf einem der Bauernhöfe und lehrte dort die Kinder aus der Umgebung Lesen, Schreiben und Rechnen.

Eigentlich sollte Peter Rosegger ein Bergbauer werden wie sein Vater. Aber schon bald bemerkten seine Eltern, dass er zu schwächlich war, um Bauer zu werden. Zuerst überlegten sie, ob Peter Pfarrer werden sollte, schließlich aber erlernte er das Schneiderhandwerk. Er ging bei Schneidermeister Ignaz Orthofer in die Lehre. Gemeinsam mit ihm arbeitete Peter Rosegger auf 67 Bauernhöfen und lernte dabei Land und Leute kennen. In dieser Zeit begann er, Gedichte und Geschichten zu schreiben.

Eines Tages beschloss Peter Rosegger - er war damals etwa 20 Jahre alt -, seine Gedichte an eine Tageszeitung nach Graz zu schicken. Dem Chefredakteur dieser Zeitung, Dr. Adalbert Svoboda, gefielen die Gedichte so gut, dass er sie in der „Tagespost" veröffentlichte. In weiterer Folge ermöglichte er dem jungen Dichter, dass er in Graz die Handelsakademie besuchen konnte.

Als Peter Rosegger 25 Jahre alt war, mussten seine Eltern den „Kluppeneggerhof", sein Geburtshaus, verkaufen. Denn die Familie war durch Unwetter und Krankheiten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Der junge Dichter litt sehr darunter, dass sein Heimathof verkauft werden musste. Von seiner Kindheit und seinem Leben am Alpl erzählte Peter Rosegger später in seinen Erzählungen, die er in seinem bekannten Werk „Waldheimat" veröffentlichte. Sein erstes Buch allerdings hieß „Zither und Hackbrett" und enthält viele Gedichten in steirischer Mundart.

Im Alter von 30 Jahren heiratete Peter Rosegger Anna Pichler, die Tochter eines Grazer Hutfabrikanten. Ein Jahr später, am 20. Februar 1874, wurde sein erster Sohn geboren: Sepp Rosegger. Bald darauf kam Tochter Anna auf die Welt. Doch kurz nach dieser zweiten Geburt verstarb Roseggers Gattin.

In dieser schweren Zeit flüchtete Peter Rosegger in die Arbeit und begann mit der Herausgabe seiner Zeitschrift „Der Heimgarten", in der er sich immer wieder kritisch zu zahlreichen aktuellen Problemen äußerte. Viele seiner befreundeten Schriftsteller verfassten ebenfalls interessante Beiträge für diese Monatszeitschrift, die Peter Rosegger über 30 Jahre lang betreute.

Peter Rosegger lebte zu jener Zeit hauptsächlich in Graz, hatte aber immer Sehnsucht nach seiner Waldheimat. Mit 34 Jahren war es ihm schließlich möglich, in Krieglach ein Landhaus zu bauen. Fortan wohnte er in den kalten Monaten in Graz, die Sommer verbrachte er aber immer in Krieglach. Im Mai 1879 heiratete Peter Rosegger ein zweites Mal: Anna Knaur, die Tochter eines wohlhabenden Baumeisters. Mit ihr bekam Peter Rosegger weitere drei Kinder: Hans Ludwig, Margarethe und Martha.

Es war Peter Rosegger zeitlebens ein Anliegen, auf Not und Missstände hinzuweisen und zu helfen, wo immer es ihm möglich war. Er hatte auch nie vergessen, wie schwer er es als Kind hatte, etwas zu lernen. So war es ihm wichtig, dass die Kinder am Alpl eine eigene Schule bekamen. Als Peter Rosegger schon sehr berühmt war, sammelte er Spenden für ein Schulgebäude. Diese „Waldschule", wie sie genannt wurde, konnte im Jahr 1902 in Alpl eröffnet werden. Im Laufe seines Lebens erhielt der steirische Dichter viele Ehrungen und wurde sogar zweimal für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen. Am 26. Juni 1918 verstarb Peter Rosegger kurz vor seinem 75. Geburtstag in seinem Landhaus in Krieglach.

Vgl. Gerald Schöpfer: Peter Rosegger und die Waldheimat. Styria 1993.

1 Peter wurde eigentlich als „Peter Roßegger" geboren, änderte seinen Namen aber später in Rosegger, um nicht mit den vielen Gleichnamigen in seiner Umgebung verwechselt zu werden.

VEITSCHER MASUR

Veitscher Masur © Volkskultur Steiermark/Franke Illustrationen
Veitscher Masur
© Volkskultur Steiermark/Franke Illustrationen

Peter Rosegger war ein Freund der Musik und des Singens. Es gefiel ihm besonders gut, wenn sich die Bewohner seines Ortes oder der Nachbarschaft zum Tanzen getroffen haben. Gelegentlich wurden Bälle wie der „Holzknechtball", der „Schmiedball" oder der „Fuhrleutball" veranstaltet, aber noch viel öfter traf man sich zur „Freimusik". Dabei durfte sich jeder Tänzer von den Musikanten Tänze wünschen, die gegen ein kleines Trinkgeld sogleich aufgespielt wurden.
Die folgende Veitscher Masur wurde in der gesamten Region um den Ort Veitsch im Mürztal, ca. 10 Autominuten von Peters Heimatort Alpl entfernt, gerne getanzt. Der Tanz wird auch Veitscher Ochsengalopp genannt.

Hier kann die Musik der Veitscher Masur zum Tanzen downgeloadet werden. Die Noten sowie die Tanzbeschreibungen befinden sich in den Rosegger-Unterrichtsmaterialien, Band II, die kostenlos unter lebendig@volkskultur.steiermark.at angefordert werden können.

Zum Anhören, Mittanzen und Downloaden:

Externe Verknüpfung Veitscher Masur - langsame Übungsversion, Volksweise, Aufnahme: Volkskultur Steiermark, 2018
Externe Verknüpfung Veitscher Masur - flottes TanztempoVolksweise, Aufnahme: Volkskultur Steiermark, 2018

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