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Das waren die Steirischen Kulturgespräche 2017

HOMO LUDENS - agieren. experimentieren. inszenieren.

Mag. Bernhard Rinner, Mag. Patrick Schnabl, Dr. Irene Suchy, Dr. Peter Heintel, Dr. Monika Primas, Dr. Rainer Buland MAS  © Volkskultur Steiermark/ Heizmann
Mag. Bernhard Rinner, Mag. Patrick Schnabl, Dr. Irene Suchy, Dr. Peter Heintel, Dr. Monika Primas, Dr. Rainer Buland MAS Mag. Bernhard Rinner, Mag. Patrick Schnabl, Dr. Irene Suchy, Dr. Peter Heintel, Dr. Monika Primas, Dr. Rainer Buland MAS
© Volkskultur Steiermark/ Heizmann
 
Steirische Kulturgespräche 2017 © Volkskultur Steiermark/ Heizmann
Steirische Kulturgespräche 2017Steirische Kulturgespräche 2017
© Volkskultur Steiermark/ Heizmann
 
Im Spielepark am Wilden Berg © Volkskultur Steiermark/ Heizmann
Im Spielepark am Wilden BergIm Spielepark am Wilden Berg
© Volkskultur Steiermark/ Heizmann
 

Bevor der Mensch lesen und schreiben konnte, spielte er. Denn es brachte einen Überlebensvorteil, den Umgang mit Gefahren spielerisch zu erlernen. Das Spiel ist aber nicht nur ein wertvolles Lehrmittel, sondern auch Ursprung der Kultur.

Seit 2010 stellen die Steirischen Kulturgespräche, veranstaltet von der Volkskultur Steiermark GmbH in Kooperation mit dem Referat Volkskultur der Kulturabteilung des Landes Steiermark, einen wertvollen Beitrag in der Kulturarbeit des Landes dar. Unsere Traditionen, unsere Alltagskultur und die Anregungen zur kritischen Auseinandersetzung damit stehen stets im Mittelpunkt der Gespräche. Anfänglich in Graz abgehalten, wanderten die Gespräche heuer bereits zum dritten Mal in eine ländliche Region, um die Kulturarbeit vor Ort einzubinden und die gegenseitige Vernetzung zu stärken.

Namhafte ExpertInnen setzten sich am 21. Juni 2017 am „Wilden Berg" in Mautern mit dem SPIEL aus verschiedensten Blickwinkeln auseinander. Denn der Begriff wird oft zu eng verstanden. Er lässt auf den ersten Blick häufig nur das Bild von Ball, Puppe, Karten und Würfel zu, während Schauspiel oder Machtspiel auf mehr verweisen: Auf die menschliche Fähigkeit zu planen, zu experimentieren und zu inszenieren.

Dr. Rainer Buland (Mozarteum Salzburg) beleuchtete die Geschichte des Spiels, erklärte die vier Spielformen (gambling, games, sports, play) und setzte dies in Bezug zu Brauchtum und Volkskultur. Dr. Peter Heintel (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) erläuterte die Bedeutung des Spiels im sozialen Zusammenleben: „Wo können wir Spiele nutzen, um unser soziales Leben besser reflektieren und begreifen zu können?". „Wozu noch dieses Theater?", fragte anschließend Mag. Bernhard Rinner (Geschäftsführer der Theaterholding Graz/Steiermark), nicht zuletzt, weil das Spiel des Schauspielers das ist, was Menschen in den Bann zieht und Gänsehaut hervorruft. Die Komposition von Worten und Tönen, in denen das Publikum essentieller Bestandteil ist, war Thema des Vortrags von Dr. Irene Suchy (Ö1 Musikredakteurin, Universitätslektorin und Autorin). Schriftsteller FRANZOBEL erheiterte das Publikum abschließend mit amüsanten Feststellungen und Fragen über die spielerische Form der Sprache anhand von ironisch-zynischen Wortspielen: „Wenn man in Wien zum Funkhaus gelangen will, muss man an der U-Bahn-Haltestelle Taubstummengasse aussteigen..."

Nach der Theorie ging's zum Abschluss spielerisch-lustig mit dem Mountain Kart oder dem Wiesengleiter talwärts. Mag. Patrick Schnabl, Leiter der Kulturabteilung im Land Steiermark, ebenso wie Andreas Kühberger, Bürgermeister der Marktgemeinde Mautern, zeigten sich von der inhaltlichen Breite und zugleich Tiefe der Veranstaltung sowie der gelungenen Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis sichtlich begeistert.

Nachzulesen werden die verschriftlichten Vorträge im Externe Verknüpfung Jahrbuch der steirischen Volkskultur 2017 sein.

Den Kurzfilm aus dem Votrag von Mag. Bernhard Rinner können Sie hier ansehen.

 
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