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Steirische Kulturgespräche 2017

HOMO LUDENS – agieren.experimentieren.inszenieren.

Infofolder "Steirische Kulturgespräche 2017" 
Infofolder "Steirische Kulturgespräche 2017"
 

Termin: Mittwoch, 21. Juni 2017, 9.30 - 17 Uhr
Ort: Wilder Berg Mautern

Der spielende Mensch: Bevor der Mensch lesen und schreiben konnte, spielte er. Die Evolution hatte dieses Verhalten hervorgebracht, weil es einen Überlebensvorteil schuf, denn es galt, den Umgang mit Gefahren spielerisch zu erlernen. Noch heute entwickeln Kinder ihre emotionalen und sozialen Fähigkeiten im Spiel. Das Spiel ist aber nicht nur ein wertvolles Lehrmittel, sondern auch Ursprung der Kultur. Unsere gesellschaftlichen Systeme wie Politik, Wissenschaft, Kunst, Philosophie oder Recht basieren in ihren Grundzügen auf spielerischen Verhaltensweisen.

Namhafte ExpertInnen laden uns bei den diesjährigen „Steirischen Kulturgesprächen" zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Spiel ein, wobei der Begriff oft zu eng verstanden wird - er
lässt auf den ersten Blick häufig nur das Bild von Ball, Puppe, Karten und Würfel zu, während beispielsweise Schauspiel oder Machtspiel auf viel mehr verweisen: auf die angeborene menschliche Verhaltensweise zu planen, zu experimentieren und zu inszenieren. Die ReferentInnen beleuchten zudem Möglichkeiten, wie wir für unseren Alltag aus dem Spiel schöpfen können - in der Ausbildung, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Verbänden oder zuhause.

PROGRAMM:

9.30 Uhr:             

Begrüßung
Mag. Patrick Schnabl, Leiter der Abteilung 9 (Kultur, Europa, Außenbeziehungen)
Amt der Steiermärkischen Landesregierung

Grußworte
Bgm. Andreas Kühberger, Marktgemeinde Mautern

Einführung
Dr. Monika Primas, Geschäftsführerin der Volkskultur Steiermark GmbH

10.00 Uhr 
Spielen ist das Zentrum von Kultur, Kreativität und Bildung
In der deutschen Sprache besitzen wir nur das eine Wort Spiel, was etwas verwirrend ist. Deshalb müssen wir zuallererst klären, worüber wir reden, wenn wir von Spiel sprechen (play, game, gambling, sports)? Anschließend stellen wir uns den Fragen, wie Kreativität und Spiel zusammenhängen, wie daraus Kultur entsteht, was dies für die Bildung bedeutet und was wir davon in unsere Arbeit einbringen können. Letztlich ist Spiel zu wichtig, um es nur den Kindern zu überlassen.
Ass.-Prof. Dr. Rainer Buland, MAS Institut für Spielforschung, Universität Mozarteum Salzburg

10.45 Uhr
Das Spiel im sozialen Zusammenleben - Anwendung und Nutzen
Das eine ist der Ernst des Lebens, das andere die Vielfältigkeit unseres Umgangs miteinander. Wo spielen wir? Wo setzen wir Spielerisches ein? Wo können wir Spiele nutzen, um unser soziales Leben besser reflektieren und begreifen zu können? Schließlich sagt auch Friedrich Schiller: "Der Mensch ist nur Mensch, wo er spielt."
Em. O. Univ.-Prof. Dr. Peter Heintel,
Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

11.30 - 11.45 Uhr
Kaffeepause

11.45 Uhr
Wozu noch dieses Theater?
„Zu anstrengend, zu formell, zu teuer!" - die Gründe, warum viele Menschen den Weg ins Theater verschmähen, sind oft überraschend einfach. Was ist dennoch der Grund, dass in einer Region wie Graz und Umland mit mehr als 300.000 Einwohnern jedes Jahr an die 500.000 Menschen in die Theater der Bühnen strömen? Das Potenzial des Spiels wird in diesem Zusammenhang häufig verkannt, doch ist es genau das Spiel des Schauspielers, das Menschen eo ipso in den Bann zieht und Gänsehaut hervorruft.
Mag. Bernhard Rinner, Geschäftsführer der Theaterholding Graz/Steiermark GmbH

12.30 - 14.30 Uhr          
Mittagspause (Möglichkeit zum gemeinsamen Essen)
samt anschließender Führung durch den Spielpark am Wilden Berg Mautern

14.30 Uhr Komponieren als Spiel mit dem Publikum  
Die Komposition mit Gesten, Worten und Tönen, in denen das Publikum essentieller Bestandteil ist, ist eine Tradition, die von Bachs Matthäus Passion bis zum Sound Painting reicht. Das Publikum wird hier aufgefordert, aus der Rolle der Zuhörenden herauszutreten und den ihm zugedachten Part zu spielen. Ohne den Part des Publikums kann die Komposition nicht stattfinden. Ohne die Entscheidung des Publikums weiß das Stück nicht um sein Ende. In welchen Kontexten und Ideologien diese Partituren des Mitmachens und Mitentscheidens in der Musikgeschichte entstehen, wird hier erkundet.
Dr. Irene Suchy, Ö1 Musikredakteurin, Universitätslektorin, Autorin, Wien

15.15 - 15.30 Uhr
Kaffeepause

15.30 Uhr
Nestbeschmutzer, Testbenutzer. Die Schnapsideen der Sprache
Wenn man in Wien zum Funkhaus gelangen will, muss man an der U-Bahn-Haltestelle Taubstummengasse aussteigen. Warum heißt die Wetteransagerin der Nation Kummer und der Finanzminister Schelling? Jene Reporterin, die als erste Wiens Bürgermeister nach dem Briefbombenattentat interviewte, heißt tatsächlich Brigitte Handlos - Chef vom Dienst war damals Edi Finger. Alles nur Zufälle? Oder ist in der Sprache doch etwas angelegt, das sich erst im Spiel mit ihr zeigt?
FRANZOBEL, Schriftsteller, Wien

16.15 Uhr
Schlussresümee

16.30 Uhr
Spielerische Abfahrt „have fun"
Abfahrt mit Mountain Kart oder Wiesengleiter vom Wilden Berg (Alternative: Shuttlebus)


Moderation der Kulturgespräche: Dr. Monika Primas

 

Information und Anmeldung:

Anmeldung erforderlich bis 2. Juni 2017 an:
Volkskultur Steiermark GmbH
Sporgasse 23, 8010 Graz
Tel. 0316 / 908535, Fax DW 6
office@volkskultur.steiermark.atExterne Verknüpfung ZUR ONLINE-ANMELDUNG: HIER

Kosten:
Keine Tagungsgebühr.
Das Mittagessen (bei Bedarf) ist kostenpflichtig.

Veranstaltungsort:
Externe Verknüpfung Der Wilde Berg Mautern
Alpsteig 1
8774 Mautern

Anreise:
Die Kulturgespräche finden auf der Steinbockalm am Wilden Berg statt. Die Anreise erfolgt per Shuttlebus von der Talstation des Wilden Bergs (Parkplatz) und dauert rund 10-15 Minuten. Der Bus fährt um 8.15 Uhr, 8.45 Uhr und 9.15 Uhr. (Weitere Fahrten berg- und talwärts nach Vereinbarung unter Tel. 0664/317 6541).

 
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