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Volkstanzpionier Josef Strunz sen. verstorben

Josef Strunz sen. © privat
Josef Strunz sen.
© privat
Josef Strunz wurde am 9. März 1923 in Frohnleiten geboren. Er erlernte den Beruf des Seilers und kam 1946 nach Deutschlandsberg, wo er seine spätere Frau Maria kennen lernte. Damals begann Josef Strunz sich intensiv mit dem Volkstanz zu befassen und sich für diese volkskulturelle Ausdrucksform zu begeistern. Er leitete fortan etliche Volkstanzkurse und hatte auch engen Kontakt mit dem Leiter des Landesjugendreferats und der Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz, Fritz Frank, der maßgeblich am Aufbau und Aufschwung des Volkstanzes in der Steiermark und österreichweit beteiligt war. Zu diesem Aufschwung der Volkstanzbewegung trug auch Vater Strunz wesentlich bei und betreute „volkstanzmäßig" die westliche und südliche Steiermark: So hielt er unzählige Volkstanzkurse (bis zu 6 Kurse wöchentlich) ab und es gab eine Zeit lang kaum Volkstänzer in der Weststeiermark, die nicht bei ihm Tanzen gelernt hatten. Bis zu seinem 80. Lebensjahr war Sepp Strunz sen. ein aktiver und begeisterter Volkstänzer, als seine Beine nicht mehr ganz mit wollten, meinte er: „Bevor i neama rund tanzen kann und die Fiaß neban Takt setz‘, lass‘ i's liaber."

Sepp Strunz sen. ließ sich mit seiner Gattin Maria in Furth bei Bad Gams nieder, wo sie gemeinsam ein Haus erbauten. 1952 kam Sohn Helmut, im Jahr 1953 Sohn Josef zur Welt. Trotz schwieriger Zeiten ermöglichte Josef Strunz sen. seinen beiden Söhnen eine gute Ausbildung. Helmut ist heute als Regisseur tätig, Sohn Josef unterrichtet als Professor am Konservatorium in Graz und leitet die Musikschule Bad Gams. Im Jahre 1968 gründete seine Frau Maria eine Weberei in Bad Gams, in die er 1972 eintrat. In der Weberei leitete er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1983 die Produktion und führte die Buchhaltung. Am 21. Juni 2015 schloss er seine Augen für immer.