Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Immaterielles Kulturerbe in der Steiermark

Mit dem Begriff Immaterielles Kulturerbe sollen kulturelle Ausdrucksformen (Traditionen, Rituale, Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen, Fertigkeiten u.ä.) national und international anerkannt, dokumentiert und erhalten werden. Im Jahr 2003 hat die UNESCO das Übereinkommen zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes beschlossen, das 2009 von Österreich ratifiziert wurde. Dieses wurde in Ergänzung zu der UNESCO Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, kurz Weltkulturerbe, aus dem Jahr 1972 etabliert, ist damit aber keinesfalls ident. Laut der UNESCO-Übereinkommen kann immaterielles Kulturerbe in fünf Bereichen zum Ausdruck gebracht werden:

- Mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen, einschließlich der Sprache als Trägerin des immateriellen Kulturerbes
- Darstellende Künste
- Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste
- Wissen und Praktiken in Bezug auf die Natur und das Universum
- Traditionelle Handwerkstechniken

Um die Vielfalt österreichischer Traditionen, Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten zeigen zu können, wird ein Nationales Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes erstellt. Dazu wurde die Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe im Rahmen der österreichischen UNESCO-Kommission eingerichtet.

STEIRISCHES KULTURERBE AUF DER NATIONALEN LISTE:
 

Neuaufnahmen 2016

Im Jahr 2016 wurden das Laßnitzer Volksschauspiel - Darstellende Künste, Wissen um die Lippizanerzucht - Wissen im Umgang mit der Natur und dem Universum, der Ausseer Fasching und das Taubenschießen in Altaussee in das Österreichische Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.  

Laßnitzer Volksschauspiele- Darstellende Künste

Die Laßnitzer Volksschauspiele werden in unregelmäßigen, mehrjährigen Abständen in Steirisch Laßnitz aufgeführt. Wann die Spiele entstanden sind und wer sie verfasst hat, ist nicht bekannt. Schriftliche Aufzeichnungen gibt es seit dem 19. Jahrhundert, davor wurden die Stücke mündlich überliefert. Eine Besonderheit der Laßnitzer Volksschauspiele ist die Bedeutung des Gesangs, die Schauspieler müssen deshalb auch gesangliches Talent und Musikalität mitbringen. Gesprochen und gesungen wird in alter Mundart, Gestik und Mimik sind weitestgehend vorgegeben.
Nähere Infos zu den Laßnitzer Volksschauspielen finden Sie Externe Verknüpfung HIER .

Wissen um die Lippizanerzucht - Wissen im Umgang mit der Natur und dem Universum

Der Lipizzaner ist europaweit die einzige Repräsentationspferderasse, die seit der Renaissance ungebrochen nach traditioneller Art gezüchtet wird. Dahinter steht ein umfangreiches Wissen um Zucht, Haltung und Ausbildung der Pferde, das seit mehr als 400 Jahren von Generation zu Generation im Wesentlichen mündlich weitergegeben wird. Träger dieses Wissens in Österreich sind die MitarbeiterInnen des Bundesgestüts Piber, das seit 1920 Lipizzaner für die Spanische Hofreitschule in Wien züchtet.
Nähere Infos zum Wissen um die Lippizanerzucht finden Sie Externe Verknüpfung HIER.

Ausseeer Fasching

Im Ausseerland wird der Fasching an den sogenannten „Heiligen drei Fåschingtåg", die von Faschingssonntag bis Faschingsdienstag andauern, auf ganz besondere Weise gefeiert. Drei Hauptelemente spielen dabei eine wesentliche Rolle: Trommelweiber, Flinserl und Pless. Angeführt vom Obertrommelweib und der Trommelweiber-Blechmusik ziehen die Trommelweiber - in Frauennachthemden verkleidete Männer - mit ihren rhythmischen Trommelschlägen und nach der Melodie des „Ausseer Faschingsmarsches" am Faschingsmontag durch den Ort. Die Flinserl und Pless prägen hingegen den Faschingsdienstag. Die Pless sind in alte wattierte Kleider gehüllte Burschen, die über den Kopf einen Bienenkorb gestülpt haben und in der Hand einen Stock tragen, an dessen Ende ein Schmutzlappen befestigt ist.
Nähere Informationen zum Ausseer Fasching finden Sie Externe Verknüpfung HIER.

Taubenschießen in Altaussee

Das Taubenschießen ist wahrscheinlich als Schießsport der unteren Bevölkerungsschichten entstanden, die früher keine Schusswaffen besitzen durften. Diese „sportliche" Unterhaltung war einst im östlichen Alpenraum weit verbreitet und wurde auch in abseits gelegenen Weilern von Altaussee ausgeübt. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelte sich das Taubenschießen beim Gasthof „Schneiderwirt" in Altaussee an, und auch ein Taubenschützenverein wurde gegründet, dessen Aufzeichnungen ab 1923 erhalten sind. Das Taubenschießen wird heute nur noch in Altaussee und Nußdorf am Inn (Bayern) praktiziert. Geschossen wird jährlich vom ersten Sonntag nach Allerheiligen bis zum Sonntag vor dem Faschingssonntag.
Nähere Informationen zum Taubenschießen in Altaussee finden Sie Externe Verknüpfung HIER.

 
Laßnitzer Hirtenspiel 2012  © Raphael Bacher
Laßnitzer Hirtenspiel 2012 Laßnitzer Hirtenspiel 2012
© Raphael Bacher
 
Bundesgestüt Piber Fohlenbetreuung © Alain Laurioux
Bundesgestüt Piber FohlenbetreuungBundesgestüt Piber Fohlenbetreuung
© Alain Laurioux
 
Heimatmuseum Bad Aussee © Perer Grill
Heimatmuseum Bad Aussee
© Perer Grill
 
Taubenschützenverein Altaussee-Schneiderwirt © Taubenschützenverein Altaussee-Schneiderwirt
Taubenschützenverein Altaussee-Schneiderwirt
© Taubenschützenverein Altaussee-Schneiderwirt
 
 

Neuaufnahmen 2014

Im Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich werden - zur Dokumentation sowie zum Schutz kultureller Ausdrucksformen und Traditionen - seit dem Jahr 2010 österreichische Kulturgüter verzeichnet. Mit Ende 2014 kann die Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe der Österreichischen UNESCO-Kommission auf 79 Eintragungen verweisen. Als bislang sechste Eintragung aus der Steiermark wurde im Herbst 2014 das Öblarner Krampusspiel in dieses nationale Verzeichnis aufgenommen. Nähere Infos zum Öblarner Krampusspiel finden Sie Externe Verknüpfung HIER.
 
Öblarner Krampusspiel © Öblarner Krampusgruppe
Öblarner KrampusspielÖblarner Krampusspiel
© Öblarner Krampusgruppe
 
 

Neuaufnahmen 2013

Im Jahr 2013 wurde das Externe Verknüpfung Korbmachen, eine Flechtkunst mit Weiden, Stroh und gespaltenem Holz, sowie das Externe Verknüpfung Freiungsaustragen beim Maxlaun in Niederwölz in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.
 
Freiungsaustragen in Niederwölz © Gemeinde Niederwölz
Freiungsaustragen in NiederwölzFreiungsaustragen in Niederwölz
© Gemeinde Niederwölz
 
Korbflechten © Karl Lenz
KorbflechtenKorbflechten
© Karl Lenz
 
Korbflechten © Blaurackenverein LEiV
KorbflechtenKorbflechten
© Blaurackenverein LEiV
 
 

Neuaufnahmen 2012

Mit September 2012 wurde der Festbrauch der Bürger- und Schützengarden des Bezirks Murau in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Nähere Informationen zum Brauchtum finden Sie Externe Verknüpfung HIER.

 
Bürger- und Schützengarde © SG Krakaudorf
Bürger- und SchützengardeBürger- und Schützengarde
© SG Krakaudorf
 
Bürger- und Schützengarde © SG Krakaudorf
Bürger- und SchützengardeBürger- und Schützengarde
© SG Krakaudorf
 
Bürger- und Schützengarde © SG Krakaudorf
Bürger- und SchützengardeBürger- und Schützengarde
© SG Krakaudorf
 
 

Neuaufnahmen 2011

Mit 5. Oktober 2011 wurde das Murauer Faschingrennen in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Dieses Brauchtum entspricht dem Verständnis von lebendigen Traditionen, wie es im UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes dargelegt ist.

Nähere Informationen finden Sie Externe Verknüpfung HIER bzw. können Sie beim Arbeitskreis Volkskultur Murau, Mag. Alfred Baltzer, gruenfels1@muraunet.at, Tel: +43 664 300 7995 anfordern.

 
Faschingrennen in Ranten © Karl Pürer
Faschingrennen in RantenFaschingrennen in Ranten
© Karl Pürer
 
Faschingrennen in Ranten © Karl Pürer
Faschingrennen in RantenFaschingrennen in Ranten
© Karl Pürer
 
Faschingrennen in Ranten © Karl Pürer
Faschingrennen in RantenFaschingrennen in Ranten
© Karl Pürer
 
Faschingrennen in St. Georgen © Wolfgang Schlick
Faschingrennen in St. GeorgenFaschingrennen in St. Georgen
© Wolfgang Schlick
 
Faschingrennen in St. Georgen © Wolfgang Schlick
Faschingrennen in St. GeorgenFaschingrennen in St. Georgen
© Wolfgang Schlick
 
 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons